Infos für Altenpflegeschüler in Münnerstadt
Schülerinnen und Schüler der Berufsfachsschule für Altenpflege am BBZ Münnerstadt erleben die Arbeit der Interessengemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten in Schweinfurt e.V.
Bergrheinfeld, 23. Juli 2005
Münnerstadt -
Manche Menschen feiern zweimal im Jahr Geburtstag. Den "zweiten" Geburtstag nämlich an dem Tag, an dem sie mit einer neuen Niere, oder einem neuen Herzen ein "zweites" Leben beginnen durften. So auch Anita Schmeußer, die zweite Vorsitzende des Vereins. Sie lebt schon seit über zehn Jahren mit einer Spenderniere. Sie schilderte sehr emotional ihr Leben, wie dieses mit der Dialyse war und wie es jetzt nach der gelungenen Transplantation ist. Sie erzählte, dass Waltraud, so heißt ihre Niere, ihre beste Freundin geworden ist.
Davor konnte Hannelore Seitz, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten in Schweinfurt, mit ihrem Vortrag über "Organspende, Hirntod und Transplantation", eine angeregte Diskussion auslösen.
Die Schülerinnen und Schüler, stellten Fragen wie: "Warum werden immer die Angehörigen gefragt? "Benötigen Minderjährige die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten?" "Wer übernimmt die Kosten bei einer Transplantation?"
"Ständig gibt es Neues zu den Themen Organtransplantation und Organspende", so Hannelore Seitz, "wir merken immer wieder bei Gesprächen und Diskussionen, dass zwar über 80 Prozent der Deutschen ihre Organe nach dem Tod spenden würden, jedoch durch falsche Informationen viele Unsicherheiten und sogar Ängste vorhanden sind."
Anita Schmeußer, die zweite Vorsitzende des Vereins: "Nur etwa zwölf Prozent der Menschen haben tatsächlich einen Organspendeausweis in der Tasche".
"Deshalb sind wir froh, dass wir auch in diesem Jahr wieder von Lothar Herbst, dem Lehrer der Altenpflegeschule am BBZ Münnerstadt eingeladen wurden", so Hannelore Seitz.
"Die heilige Nacht" von Ludwig Thoma
Schweinfurt, 2. Dezember 2005
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